Freitag, 2. September 2016

AIDAprima- Ein kleiner Reisebericht- Teil 1

Heute gibt es mal etwas ganz anderes von mir zu lesen.
 Nachdem mein Mann und ich Ende Juli eine Woche auf der AIDAprima waren,
dachte ich ich schreibe mal einen kleinen Reisebericht darüber. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen von euch.
Seit unserer Hochzeitsreise mit der AIDAcara vor gut 7 Jahren, sind wir von AIDA und der Art des Reisens mit dem Kreuzfahrtschiff total begeistert. 
Nun ging es also, zum bereits fünften Mal, hinaus auf Meer um neue Ufer zu entdecken. Wobei bei dieser Reise ganz ehrlich das Schiff mehr im Mittelpunkt stand als die Häfen. Denn der neuste Zugang der Kussmundflotte, der nach mehreren Verzögerungen endlich im Einsatz ist, machte und schon recht neugierig.



Zugegeben waren wir auch etwas skeptisch ob uns dieses Schiff, um einiges größer als die bisherigen, auch gefällt und das Gefühl auf dem Meer zu sein nicht vielleicht verloren gehen könnte. Aber diese Sorge war unbegründet. Das Schiff ist sehr schön geworden und man hat nach wie vor das Gefühl auch wirklich auf einem zu sein. Uns ging es jedenfalls so. 

Unsere Reise führte uns von Hamburg nach Southampton, Le Havre, Zeebrügge, Rotterdam und schließlich wieder zurück nach Hamburg.
Die Anreise mit der Bahn klappte super, so das wir bereits am frühen Mittag am Schiff waren und recht fix durch den Check-in kamen,
Dann war erst einmal das Schiff erkunden angesagt, bis wir dann am frühen Nachmittag auch schon unsere Kabine beziehen konnten.
Klein aber fein, mit genug Platz für zwei Personen.
 Ein Highlight war natürlich der Balkon, den wir uns zum ersten Mal gegönnt haben. Bisher reichte uns immer ein Fenster, aber da wir dieses Mal recht kurzfristig gebucht hatten, war die Balkonkabine, gegenüber der Außenkabine nur 20€ teurer und da brauchten wir dann wirklich nicht lange überlegen was wir denn nun nehmen.
Das ist schon was feines, wenn man morgens gleich nach dem aufstehen raus und den Blick aufs Meer genießen kann. Ich glaube ich möchte nicht mehr ohne :-)

Um 18 Uhr hieß es dann "Leinen los".
Wirklich eine meiner liebsten Augenblicke einer solchen Reise. 
Wenn man den Urlaub noch so ganz vor sich hat, das Schiff sich langsam in Bewegung setzt, man vom obersten Deck den Hafen überblickt und die ersten Takte der typischen Auslaufmusik erklingen....Gänsehaut!
Über die Elbe ging es dann also hinaus Richtung Nordsee. Ich finde das Reisen mit dem Schiff so wundervoll. Man hat sein Hotel quasi immer bei sich und kann doch beinahe jeden Tag neue Städte und Länder erkunden. Abends noch in dem einen Hafen, wacht man morgens schon wieder ganz woanders auf. So gemütlich irgendwie.
Am nächsten Morgen wachten wir allerdings noch nicht in einem neuen Hafen auf, sondern es lag ein Tag auf See vor uns. Das finde ich recht gut so am Anfang der Reise, denn dann hat man Zeit sich noch ein wenig besser auf dem ja doch recht großen Schiff zu orientieren und einfach richtig anzukommen.
Und Langweile kommt an einem solchen Seetag sicher nicht auf. Dafür wird einfach zu viel geboten. Vom Pool und Wasserrutsche über Klettergarten und Minigolfanlage, bis zu Tanzkursen, Workshops, live Musik und diverser Shows.
Natürlich alles ganz ungezwungen. Vom Clubschiff, was AIDA ja Anfangs mal war, ist nichts mehr zu spüren, und das ist auch gut so. Ich bin kein Fan von mehr oder weniger aufgezwungenem "Spaß"haben, Club- Tänzchen und so. 
Es waren in der Woche knapp 4500 Gäste an Bord, was ich einfach eine wahnsinns Menge finde. Klar es waren ja auch Sommerferien und viele Kabinen nicht nur mit zwei sondern mit drei oder vier Personen belegt. 
Und man mag es kaum glauben, aber man merkte es nicht, dass es so viele waren. Mal abgesehen von der Rettungsübung vor dem Ablegen. Diese Menschenmengen verteilten sich so gut auf dem Schiff, so dass man immer irgendwo ein ruhiges Plätzchen oder eine Liege am Pool finden konnte. 
Wirklich toll sind bei AIDA die Shows, die am Abend im Theatrium, so nennt sich das offen gestaltete Theater bei AIDA. 
Besonders solche mit akrobatischen Elementen faszinieren mich immer wieder.


Montags haben wir dann Southampton erreicht.
Der erste Blick vom Balkon war allerdings nicht berauschend.
Hafengelände halt.
AIDA bietet natürlich in jedem Hafen diverse Ausflüge (gegen Aufpreis) an. 
In England standen hier vor allem Trips nach London oder Stonehenge bei den Mitfahrern hoch im Kurs. Wir hatten aber nichts gebucht und beschlossen den angebotenen Transfer Bus in die City zu nutzen. (leider auch gegen Aufpreis)
Also sind wir ein bisschen durch die Geschäfte geschlendert und dann wieder zurück zum Schiff gefahren.
Ich bin mir sicher, dass auch  Southampton schöne Ecken hat, aber leider haben wir diese nicht zu Gesicht bekommen, weshalb ich auch so gut wie keine Bilder dort gemacht habe.

Am nächsten Morgen erwartete uns die französische Hafenstadt Le Havre. 
Auch hier hatten wir keinen Ausflug gebucht sondern machten uns per Transferbus (leider wieder nur gegen Aufpreis) auf in die Innenstadt.
Oft hört man, dass die Stadt mit ihren vielen Betonbauten, die nach dem Krieg in der zerstörten Stadt errichtet wurden nicht wirklich schön ist, aber ich finde sie hat durchaus ihren ganz eigenen Charme.
Wir waren jetzt zum dritten Mal dort und jedes Mal gefällt mir Le Havre besser.



Auf so einem Schiff kann man ja beinahe immer essen.
 Ist das die Frühstückszeit beendet, beginnt knapp eine Stunde später schon wieder das Mittagessen, gefolgt vom Kaffee und Kuchen und bald schon dem Abendessen. Und wer dann immer noch Appetit hat, der bekommt bis um 24Uhr Pizza,  Burger, Salat und kleine Snacks oder sogar bis 2 Uhr eine Curry Wurst. 
Kein Wunder das die meisten während so einer Kreuzfahrt zunehmen. Wir waren meist recht spät zum Frühstücken und haben uns das dann  Mittagessen komplett gespart. Zu der Zeit ist man ja auch an Hafentagen meistens unterwegs. 
Dafür haben wir das Abendessen dann umso mehr genossen. Zur Auswahl standen auf diesem Schiff fünf Buffetrestaurants, in denen neben den Speisen auch Softdrinks, Weiß- und Rotwein sowie Bier inklusive ist, drei Bedienrestaurants, in denen die Getränke extra zu zahlen sind und zwei à-la-carte  Restaurants, komplett gegen Aufpreis. Zudem eine Tapas und eine Sushi Bar.
Da ich Buffet ziemlich klasse finde zog es uns meist in eins dieser Restaurants. 
Hier findet man eigentlich alles von asiatisch bis mediterran. 
Und lecker ist es auch, finden wir zumindest.


Natürlich muss man auch eine Bar nicht lange suchen. Insgesamt 15 Bars sind quer über das Schiff verteilt. Leider sind bei AIDA die Getränke außerhalb der Tischzeiten nicht inklusive. Da hat ja z.B. TUI Cruises ein etwas besseres Konzept.
Aber auch AIDA überlegt sich ständig was neues und so gibt es mittlerweile verschiedene Getränkepakete. Wir haben uns das Paket light gebucht, in dem alle Softdrinks, sowie alkoholfreie Cocktails und Milchshakes für knapp 10€ am Tag enthalten waren. Das ist preislich ok, wenn man bedenkt, dass auch ein alkoholfreier Cocktail gerne mal 4,90€ kostet.


Damit das ganze hier jetzt nicht zu lang wird und euch die Lust am runter scrollen vergeht, mache ich an dieser Stelle einen Schnitt und berichte in einem weiteren Post dann vom Rest der Woche auf dem Meer.

Eure Steffi









1 Kommentar:

  1. Ein schöner Bericht. :) Ich würde auch gerne mal eine Kreuzfahrt machen, bisher habe ich es noch nicht geschafft.

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