Donnerstag, 23. Februar 2017

RUMS- Kameratasche "Smilla"

Schon seit einer Weile (genauer seit Weihnachten), stand das Projekt "Kameratasche" auf dem Plan. 
Für Ausflüge, bei denen die Kamera mit soll, wollte ich eine schöne, nicht zu kleine Tasche haben, die von aussen aber nicht gleich "hier ist eine Kamera drin" schreien sollte.
Also stöberte ich im Netz nach einem geeigneten Schnittmuster, was zunächst nicht so erfolgreich war. Entweder waren mir die Taschen zu klein, nicht gut genug gepolstert , schlecht aufgeteilt oder sahen einfach nicht so aus, dass sie mir gefallen könnten. Manch ein richtig kreativer Kopf hätte sich sicher dran gemacht ein eigenes Muster zu entwickeln, aber ich bin in solchen Dingen nicht wirklich gut. Auch wenn ich schon x-Taschen genäht habe, so schleichen sich bei Eigenkreationen immer wieder irgendwelche Fehler ein, so dass ich bis auf bei ganz simplen Schnitten, mich lieber an eine Anleitung halte,
Als ich das Thema mit der Tasche dann schon fast erstmal wieder beiseite schieben wollte, stolperte ich bei Alles-für-Selbermacher (gibt es aber natürlich auch in anderen Shops) über die Kameratasche "Smilla" von Frau Fadenschein und Kreativlabor Berlin.
Genau so etwas hatte ich mir vorgestellt. Was ich nähe war damit also klar, nun ging es nur noch um das womit.

Ich wollte einen mehr oder weniger schlichten, gerne dickeren Stoff. Am besten schwarz oder dunkelblau. Auch hier habe ich lange in diversen Shops gesucht, aber das was ich suchte war irgendwie nicht dabei. 
Letztendlich wurde ich aber auch hier wieder bei Alles-für-Selbermacher fündig. Dort kam nämlich vor einigen Tagen so wundervolle feste Baumwollstoffe in den Shop, in die ich mich gleich verliebt habe. Am Dienstag habe ich ja schon die Kissenhüllen gezeigt, die aus diesen Stoffen entstanden sind.
Bei der Kameratasche entschied ich  mich für außen für einen schwarzen Stoff mit weißen Linien und Punkten, für innen wurde es der gleiche Stoff in Mintgrün. 
Als Kontraststoff habe ich hellbraunes SnapPap genommen, was in der Umsetzung einige Herausforderungen mit sich brachte. Da dieser "Stoff" recht dick und fest ist, gab es da so einige kniffelige Ecken und besonders das Wenden an den Ecken wollte erst gar nicht so klappen. Ich habe das SnapPap dann dort etwas angefeuchtet, was geholfen hat, denn so ist es deutlich flexibler.
Die Taschenklappe lässt sich mit einem Karabiner schließen, was ich in der Handhabung ganz praktisch finde, denn das klappt auch mit einer Hand recht gut.
Auf der Rückseite befindet sich ein kleines Reißverschlussfach.
Ich mag es ja wenn eine Tasche neben einem großen auch noch ein paar kleinere Fächer hat. Außerdem fand ich das einen wichtigen Aspekt um dort neben der Kamera eben auch noch andere Dinge wie Geldbörse, Handy &Co. verstauen zu können. Denn wenn ich mit meiner Kamera los ziehe, mag ich ja nicht noch eine extra Handtasche für solche Dinge mitnehmen. Es soll alles schön in einer Tasche Platz finden und das tut es in diesem Model auf jeden Fall.
Im Inneren gibt es ein großes Hauptfach, in das auch der Kameraeinsatz gestellt wird, sowie ein Nebenfach in dem z.B. auch ein Tablet, ein Collegeblock o.ä. mühelos Platz hat und ein weiteres 
kleines Reißverschlussfach.
Der Einsatz für  die Kamera kann mit einem Handgriff raus genommen werden und macht so, falls keine Fotos gemacht werden sollen, Platz für andere Dinge.
Der Einsatz ist mit Schaumstoff gefüttert und die Kamera und das Zubehör so gut geschützt.
Den passenden Schaumstoff hierfür zu finden war aber gar nicht so leicht. Im Handel wurde ich leider nirgends fündig und auch im Netz fand ich nur wenige Shops die einen relativ dünnen Schaumstoff im Programm haben. Aber nur wegen dem bisschen Schaumstoff, der nicht unbedingt günstig ist, bestellen wollte ich dann auch nicht
Letztendlich war ich dann ein wenig erfinderisch und habe kurzerhand günstige, dünne Stuhlkissen gekauft (meine waren von Tedox), diese aufgetrennt und den Schaumstoff daraus benutzt. 
Klappte auch prima und war zudem noch günstiger.
Am Boden und den Seitenwänden sind Klettbänder befestigt (hier die flauschige Seite). So lassen sich ebenfalls mit Klett (raue Seite) versehene Trennwände ganz nach bedarf einfügen und versetzen. Da sind dann auch die Objektive prima verpackt.
Ich bin total happy mit meiner Tasche, sie ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe und freue mich nun auf den ersten Fotoausflug mit ihr.
Und weil ich Tasche ja nur für mich gemacht habe passt sie auch perfekt zu RUMS-am Donnerstag.

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